Farbige Hintergründe

… verbannen einen nicht so schönen realen Hintergrund. Zusätzlich können sie noch farblich auf das Motiv angepasst werden. Harmonie oder Gegensatz – das Spiel mit den Hintergründen zeigt „Die Magie der Farben„.

Eine Anemone hat leider schon schlapp gemacht. So habe ich sie einfach separiert und in Szene gesetzt.

Gruss Jürgen

Grundfarben

… zum Thema „Die Magie der Farben“.

Ich habe mal versucht in unserem Gartencenter einen Blumenstrauss nach dem Farbkreis zu bekommen. Die Verkäuferin war gar nicht so überrascht, wie ich eigentlich erwartet hatte. „Ja, der Farbkreis gehört auch zu unserer Ausbildung“ sagte sie. Allerdings ist es in der Pflanzenwelt nicht so weit her mit der Farbe Blau. Sie konnte auf Anhieb nur die Kornblume als echt blaue Blume benennen. Die blüht aber erst im Sommer. Also mal schauen wie wir es hinbekommen. Das Ergebnis fand ich recht ansprechend:

Farbkreis

OK – Blau und Lila entsprechen nicht so ganz den Vorgaben, aber man muss eben meistens Abstriche machen. 😉

 

Ich habe dann mal einige Farbzusammenstellungen fotografiert. Generell passen eigentlich alle sehr gut zusammen. Trotzdem empfindet man je nach Kombination mehr Wärme oder mehr Kälte.

Blumen sind immer wieder dankbare Fotomotive.

Zusatzeffekt: Isi hat nun auch noch einen schönen Blumenstrauss bekommen. 😆

 

Gruss Jürgen

Trackback setzen

Wer Lust hat kann gerne einen Trackback zu meinen „10 Herausforderungen der Fotografie“ setzen. So können sie auch zu einem Gemeinschaftsprojekt werden.

Wie es gemacht wird, zeige ich hier mal kurz:

TrackbackOption

  • „Trackback senden“ aktivieren
  • Verlinkung im Beitrag auf den Leitbeitrag setzen
  • URL des Leitbeitrags unter Trackback einfügen
  • an die URL muss /trackback/ angefügt werden

 

Würde mich sehr freuen, wenn sich viele beteiligen.

 

Gruss Jürgen

Schärfeverläufe

Schärfe spielt bei Fotos schon eine grosse Rolle, man will ja schliesslich etwas erkennen können. Aber nicht immer ist eine Schärfe über das gesamte Bild von Vorteil. Das Hauptmotiv scharf abgebildet mit einem unscharfen Umfeld erzeugt dreidimensionale Eindrücke. Schärfe schafft Freiraum, stellt heraus, lenkt den Blick.

Verlauf

Daher können Schärfeverläufe genauso eingesetzt werden, wie Linien im Bild, oder die Drittelteilung.

Es handelt sich dabei ja um die sogenannte Tiefenschärfe, oder auch Schärfetiefe. Wofür 3 Kriterien verantwortlich sind: Brennweite, Blende und Aufnahmeentfernung.

  • Weitwinkelbrennweiten erzeugen eine grosse Tiefenschärfe, oder eben Schärfeverlauf.

  • Telebrennweiten verringern dagegen den Schärfeverlauf.

  • Kleine Blendenöffnungen (z.B. f/8, f/11 f/16) sorgen für einen grossen Schärfeverlauf.

  • Grosse Blendenöffnungen (z.B. f/1.4, f/2, f/2.8) bewirken nur einen kleinen Schärfeverlauf.

  • Je weiter ein Objekt entfernt ist, um so grösser wird der Schärfeverlauf.

  • Bei geringer Entfernung, besonders bei Makroaufnahmen wird der Schärfeverlauf sehr klein.

Um so geringer die Tiefenschärfe ist, um so mehr kann man mit deren Verlauf spielen.

 

Wer Lust hat an den Projekten teilzunehmen, kann dies sehr gerne machen. Setzt einfach einen Link zu Euren Fotos, oder Ausarbeitungen in die Kommentare.

Ich würde mich über zahlreiche Beiteiligung freuen.

Gruss Jürgen

Ein Objekt scharf in den Vordergrund stellen

Die Freistellung von Objekten im Vordergrund mittels Tiefenschärfe hilft, das Auge zu führen und der Hintergrund verschwindet in der Unschärfe und verleitet zum Träumen.

Wichtig dafür sind grosse Blendenöffnungen. Bevorzugt lichtstarke Telebrennweiten. Eine geringe Aufnahmeentfernung, also nah ran ans Motiv ist ebenfalls hilfreich. Aber auch lichtstarke Weitwinkelbrennweiten können bei sehr nahem Einsatz zu interessanten Ergebnissen führen.

Auch ist darauf zu achten, dass der Hintergrund nicht zu nah am eigentlichen Motiv ist. Je näher der Hintergrund, desto schärfer wird er.

Spitzlichter, Reflektionen oder Lichtquellen im Hintergrund können ein schönes Bokeh erzeugen, welches zur Gestaltung gut eingesetzt werden kann. Je heller und neutraler ein Hintergrund ist, um so harmonischer wirkt er. Aber auch Sehenswürdigkeiten die noch leicht erkennbar im Hintergrund sind können eine aussergewöhnliche Sichtweise erzeugen.

Hier mal zwei Beispiele:
Vordergrund

Vordergrund_2

 

Wer Lust hat an den Projekten teilzunehmen, kann dies sehr gerne machen. Setzt einfach einen Link zu Euren Fotos, oder Ausarbeitungen in die Kommentare.

Ich würde mich über zahlreiche Beiteiligung freuen.

Gruss Jürgen

Die scheinbare Endlosigkeit

Die Unendlichkeit hat etwas Faszinierendes, man lässt die Gedanken schweifen. Eine Reihe gleichartiger Elemente, die sich scheinbar endlos fortsetzt. Etwas was anscheinend unendlich in der Unschärfe verschwindet.

Endlos

Telebrennweiten ab ca. 100mm mit grosser Blendenöffnung, oder sehr lichtstarke Normalbrennweiten sind hierfür am optimalsten einzusetzen. Aber auch Mokroaufnahmen mit Makroobjektiven sind geeignet. Durch die damit verbundene geringe Tiefenschärfe lässt sich der Hintergrund in die Unschärfe versetzen. Der Schärfeverlauf sollte so gewählt werden, dass sich der Eindruck einer weiterführenden Endlosigkeit ergibt.

Tipps & Tricks:

Eine Reihe der Endlosigkeit ist nur so stark, wie das Element, das die Reihe durch- und unterbricht. Nutze eine grosse Blendenöffnung, um nur einen Ausschnitt des Bildes scharf zu stellen. Spiele dann mit den Fokuspunkten und vergleiche später, welcher Bereich für dein Auge am angenehmsten ist. Achte bei der Komposition darauf, dass die Reihe nicht das Bild in zwei Hälften teilt, wenn es z. B. von links unten nach rechts oben ginge, das würde die Gesamtkomposition angreifen und in zwei Teile zerschneiden.

 

Wer Lust hat an den Projekten teilzunehmen, kann dies sehr gerne machen. Setzt einfach einen Link zu Euren Fotos, oder Ausarbeitungen in die Kommentare.

Ich würde mich über zahlreiche Beiteiligung freuen.

Gruss Jürgen

Lichter im unscharfen Bokeh

Gemeint ist die sahneweiche Unschärfe hinter dem Hauptmotiv, die seit einigen Jahren mit dem japanischen Wort Bokeh bezeichnet wird.

Kurz zur Namensherkunft: Bokeh stammt aus dem Japanischen und bedeutet in etwa “unscharf” oder “verschwommen”. Und genau darum geht es: Bestimmte Teile eines Fotos werden absichtlich unscharf dargestellt, um zum Beispiel ein Objekt oder eine Person optisch vom Hintergrund hervorzuheben.

Der Bokeh-Effekt entsteht durch eine grosse Blendenöffnung und wird im unscharfen Bereich sichtbar. Je nach Objektiv ist der Effekt unterschiedlich schön ausgebildet. Punkte, insbesondere Lichtpunkte, Lichtreflexe oder Spitzlichter im Hintergrund werden auf dem Bildsensor ebenfalls als Punkt abgebildet. Je weiter dieser Punkt von der eingestellten Schärfeebene liegt, desto grösser wird er auf dem Bildsensor und taucht schliesslich als Unschärfekreis auf. Diese Form der Unschärfekreise nennt man „Bokeh“.

Die genaue Art der Unschärfe wird unter Fotofreunden intensiv diskutiert: Die entstehenden Unschärferinge fallen je nach Optik kreisförmig, oval oder eckig aus. Kreisförmig gilt als erstrebenswert. Deshalb werden gerne Objektive mit möglichst vielen Blendenlamellen bevorzugt.

Für maximales Bokeh stellen viele Fotografen die am weitesten offene Blende ein. Bei ganz geöffneter Blende bieten die meisten Objektive allerdings nicht ihre volle Leistung. Für beste Schärfe im Hauptmotiv sollten Sie die Blende oft etwas schließen. Und nicht nur die Bildschärfe leidet bei komplett geöffneter Blende. Bei ganz geöffneter Blende entstehen auch andere Fehler wie etwa Randabschattung (Vignettierung) oder störende Farbsäume (chromatische Aberration). Eventuell wirkt bei Offenblende sogar die komplette Aufnahme ein bisschen weich und kontrastarm.

  • Je grösser der Sensoren, um so ausgeprägter der Bokeh-Effekt.

  • Teleobjektive haben mehr Bokeh-Potential als Weitwinkelobjektive.

  • Je offener die Blende, desto unschärfer erscheint der Hintergrund und das Bokeh wirkt dadurch weicher.

  • Es sollten sich Lichtpunkte (Spitzlichter, Lampen, Reflexe) im Hintergrund befinden.

Hier mal ein Beispiel von mir:
Bokeh

Oft sieht man sehr verspielte Bokeh-Fotos mit einer tollen Wirkung. Mit wenig Aufwand kann man selbst solche Effekte in sein Bokeh-Foto einbauen. Herzen, Sternchen oder andere Formen werden vor dem Objektiv platziert.
Schneidet aus festem Karton einen Kreis welcher genau in das Filtergewinde des Objektivs passt. Nun ein Symbol eurer Wahl aufzeichnen und ausschneiden. Anschließend den Karton mit Klebeband vor dem Objektiv befestigen.

Wer Lust hat an den Projekten teilzunehmen, kann dies sehr gerne machen. Setzt einfach einen Link zu Euren Fotos, oder Ausarbeitungen in die Kommentare.

Ich würde mich über zahlreiche Beiteiligung freuen.

Gruss Jürgen